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Die Geschichte von Schloßböckelheim

Die alten Namensformen von Wald- Schloß- und Talböckelheim werden auf ein in der Urkunde von 824 überliefertes "uilla Beccchilenheim" zurückgeführt. Der Name Schloßböckelheim kommt erst im 17. Jahrhundert auf. Im 19. Jahrhundert setzte sich der Name Thalböckelheim durch. Am 1. November 1910 kam der Gemeinderat überein den Namen Schloßböckelheim einzuführen. Ein Teil der Niederschrift dieser Sitzung ist in unserer neuen "Chronik der Ortsgemeinde Schloßböckelheim" zum gezielten Nachlesen ab Seite 40 abgedruckt.

AUSZUG AUS DER CHRONIK (Seite 41) :
"Bis im Anfang des vorigen Jahrhunderts wurde der Ort nach der im 17. Jahrhundert noch bestehenden Burg Schloßböckelheim genannt. Die Burg wurde im Jahre 1688 von den Franzosen zerstört.
Der Ort Thalböckelheim besteht aus den beiden Ortsteilen Thal- und Schloßböckelheim :
Schloßböckelheim mit der Ruine der Burg Böckelheim liegt auf dem Berghang und der Ortsteil Thalböckelheim liegt 0,5 Km entfernt unten im Tale. Beide Ortsteile haben ungefähr dieselbe Einwohnerzahl. Der Name des Ortes wurde auf ganz eigentümliche Weise abgeändert. Im Anfang des vorigen Jahrhunderts wurde auf Anfrage der Behörde, wie der Ort, weil er aus zwei Ortsteilen bestand, zu benennen sei, von dem damaligen Schöffen der Name Thalböckelheim angegeben. Der Schöffe wohnte in dem Ortsteile Thalböckelheim und es lag seinerseits eine gewisse Selbstsucht vor, den Ort Thalböckelheim zu nennen, ohne auf die historische Bedeutung des Ortsteiles Schloßböckelheim Rücksicht zu nehmen.
Keine der ortsüblichen Flurnamen bezieht sich auf den Namen Thalböckelheim, alle beziehen sich auf Schloßböckelheim. Besonders werden die Weinberge nur nach dem Namen Schloßböckelheim genannt, wie Schloßböckelheimer Mühlberg, Schloßböckelheimer Felsenberg, Schloßböckelheimer Kupfergrube usw. Diese Weine haben als Schloßböckelheimer im Weinhandel einen ganz bedeutenden Ruf erlangt, während Thalböckelheim nie im Weinhandel vorkommt.
Der Gemeinderat bittet aus diesen Gründen um Wiederherstellung des historischen Namens Schloßböckelheim, der schon in ganz Deutschland durch Gefangennahme des Kaisers Heinrich IV. auf der Burg Böckelheim bekannt wurde."

Als wichtige Gründe für diese Namensänderung werden also die geschichtliche Bedeutung von Schloßböckelheim und der schon um die letzte Jahrhundertwende große Bekanntheitsgrad Schloßböckelheims im Weinbau und im Weinhandel genannt. Ein Erlass vom 22.04.1911 genehmigte diesen Antrag der Gemeinde. Seit diesem Zeitpunkt sind die beiden Ortsteile Thalböckelheim und Schloßböckelheim unter dem einheitlichen Ortsnamen "Schloßböckelheim" vereint.

Schloßböckelheim gehört im mittleren Naheraum zu den Orten, die schon seit dem Mittelalter oft Erwähnung fanden. Die Burg Böckelheim wurde als eine der ältesten des Nahelandes auf der späteren Schloßböckelheimer Gemarkung errichtet. Allgemein wird für Schloßböckelheim als erste Erwähnung eine Urkunde vom 16. Februar 824 angesehen.

Am Ende des Jahres 1105 ließ Kaiser Heinrich V., der letzte aus der Dynastie der Salier in Franken, seinen Vater, Kaiser Heinrich den IV., in Ingelheim gefangen nehmen und auf Burg Böckelheim bringen, wo er ihn gefangen hielt.

1688 begann der Pfälzische Erbfolgekrieg. In diesem Jahr wurde Burg Böckelheim im Auftrag der Franzosen zerstört.

Dies war nur ein kleiner Abriss aus der umfangreichen Geschichte Schloßböckelheims. Genaueres lässt sich nachlesen in der Ortschronik, die im Dezember 2000 herausgegeben und veröffentlicht wurde.